Fritz_Kuhn
Oberbürgermeister Fritz Kuhn

Stuttgarts Schönheit erleben

Ein Viertel der Stadtfläche ist allein bewaldet, dazu kommen noch die landwirtschaftlich genutzten Flächen wie etwa der Weinbau mit seinen reizvollen Steillagen. Das ist einzigartig in Deutschland! Um den besonderen Reiz von Stuttgarts Lage bewusst wahrzunehmen, empfehle ich den „Blaustrümpflerweg“ des Schwäbischen Albvereins, wunderbar markiert mit einem blauen Strumpf. Und ich rate dazu, den Weg gegen den Uhrzeigersinn zu laufen!

Startpunkt: Marienplatz im Stuttgarter Süden, bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Von dort geht es mit der Zacke, Stuttgarts beliebter Zahnradbahn, hinauf bis zur Station Haigst. Über den Dornhaldenfriedhof führt der Weg zum Waldfriedhof und weiter bis zur Bergstation der alten Standseilbahn, die schon 1929 in Betrieb ging. Damit geht es wieder hinab ins Tal zum Südheimer Platz in Stuttgart-Heslach. Jetzt gilt es, genau auf die Markierungen zu achten, um die Heslacher Wand wieder hinauf zu kommen. Dort stoßen wir auf den Blauen Weg, beliebte Joggingstrecke mit großartiger Aussicht über den Talkessel.

Wir folgen dem Weg nach rechts bis wir zu den Häusern der Hasenbergsteige kommen. Diese führt beinahe automatisch auf die beliebte Karlshöhe mit ihren innerstädtischen Weinbergen: ein grüner Erholungsort mitten in der Stadt. Und wer, wie ich, den „Blaustrümpflerweg“ gegen den Uhrzeigersinn gelaufen ist, kann sich nun in der Gaststätte auf der Karlshöhe eine Erfrischung gönnen und dabei den Blick über Stuttgart genießen. Über die Willy-Reichert-Staffel kommt man wieder bequem zum Ausgangspunkt am Marienplatz – und von dort mit der Stadtbahn überall hin.

Eine rundum aussichtsreiche Wanderung inmitten Stuttgarts mit einem genussvollen Ziel!

Gottesdienstort in der Nähe: Birkenkopf – ab Ostern jeden Sonntag


 

Maik Rogge
Maik Rogge

Aussichtsreich wandern

Ich habe das Wandern erst seit Kurzem für mich entdeckt und bin begeistert. Schon immer war ich gerne in der Natur, Drachen steigen, spazieren gehen, etc. Das schönste beim Wandern ist die Entschleunigung, das “runter kommen” und das bewusste Wahrnehmen. Wenn ich keine Zeit zum Wandern habe, versuche ich mein inneres Gleichgewicht mit Meditation und Sport auszugleichen.

Eine der „aussichtsreichsten“ Wanderungen, die in Stuttgart erlebt werden kann, ist dieser Ausflug über den Stuttgarter Süden mit all seinen Ausblicken, die zu jeder Jahreszeit andere Akzente haben.

Die Wanderung ist ein Teil des Blaustrümpflerweges:
Beginn: Standseilbahn des Waldfriedhofes. Die Fahrt mit dieser alten Seilbahn ist für Jung und Alt ein Erlebnis. Oben angekommen, ist es eine Frage der Zeit, sich noch den Gräbern der Prominenten in Stuttgart zu widmen oder sich gleich auf den Weg zu machen (Flyer Lebenslinien SSB).

Wenn man sich auf den Weg macht, der Ausschilderung, der „blauen Socke“ nach! Den Waldweg entlang bis zur Haltestelle „Haigst“ der Zahnradbahn (Zacke).Die Rast an der Aussichtsplattform des Santiago-de-Chile-Platzes belohnt alle Mühen. Den Blick auf den Stuttgarter Süden, die Statue der Osterinsel, all dieses lädt zum Sitzen, Lesen, Ausruhen ein.

In Richtung Haltestelle Weinsteige, die sich ca. 200 Meter von der Aussichtsplattform befindet, wandern wir weiter. Über die Treppe der Haltestelle erreicht man das „Königsträßle“, biegt aber dann gleich links ab und wandert gemütlich bis zum Waldspielplatz mit Grillstelle.

Weiter geht’s: In Richtung Schillereiche mit einem Ausblick auf Stuttgart und Bänken zur Erholung. Am Teehaus laden Tische und Stühle an heißen Sommertagen ein sich zu erfrischen. Es ist wunderschön, hier zu sitzen und laue Sommerabende zu verbringen. Im Sommer ist das Teehaus bewirtschaftet.

Diese Wanderung gibt das Gefühl, ganz weit weg zu sein und doch ist man ganz schnell wieder mitten im Trubel der Stuttgarter Innenstadt. Eine Wanderung, die einem Stuttgart näher bringt und die Geschichte und Wandern miteinander vereint.

Gottesdienstort: oben an der Aussichtsplattform Teehaus Weißenburgpark


 

Naemi Võsand
Naemi Võsand

Vom Schloss Favorite zum Seeschloss Monrepos

Sie betreten den Favoritepark in Ludwigsburg vom Eingang Marbacher Straße aus. Nach wenigen Metern passiert man das barocke Jagd- und Lustschlösschen Favorite. Der an das Schloss angrenzende, weitläufige Park ist heute ein Naturschutzgebiet ist und dient auch als Tierpark. Hier trifft man auf frei lebendes Dam-, Axis- und Muffelwild. „Wild“ sind diese Tiere aber nicht mehr wirklich – vor allem im Winter kommen sie oft ganz nah an die Besucher auf dem Hauptweg des Parks heran, erst recht, wenn man leckere Äpfel dabei hat…

Weiter auf der Seeschlossallee führt der Weg schnurgerade etwa 2,5 Kilometer bis zum Seeschloss Monrepos, erst durch Wald, dann über Felder.

Möglichkeiten, den Ort besser kennen zu lernen: Ruder- oder Tretboot (Bootsverleih) – See-Erkundung – Kapelleninsel mit Ruine – Vogelschutzgebiet See-Umrundung – Weg am Seeufer entlang, über Brücken und an Kanälen vorbei – eine der schönsten Abschnitte der Wanderung

Zurück beim Schloss bietet sich die Möglichkeit, sich noch mit Eis und Getränken für den Rückweg zu stärken.

Distanz: ca. 4 km inkl. Seeumrundung
Reine Gehzeit: ca. 1 Stunde

weitere Infos:
www.schloss-favorite-ludwigsburg.de
www.stuttgart-tourist.de/a-seeschloss-monrepos

Naemi Võsand: 12 Jahre, wohne in Kornwestheim und besuche das Goethe-Gymnasium in Ludwigsburg. Meine große Leidenschaft ist die Musik. Seit 5 Jahren spiele ich Querflöte und habe 2013 gemeinsam mit meiner Klavierpartnerin den Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ gewonnen. Ich liebe den Favoritepark in Ludwigsburg, in dessen dicht stehenden Bäumen mit dem dort frei lebenden Wild fühlt man sich wie im Wald.