Gartenschau Balingen

„Begegnen.Beten.Blühen“

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen präsentiert im Kirchengelände Zwingergarten „Kirchen auf der Gartenschau 2023“.

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Osterweg Gechingen

Auf mehreren Stationen - von Jesu Einzug in Jerusalem bis hin zu seiner Auferstehung - wird die Ostergeschichte auf kreative und gegenwartsbezogene Art und Weise dargestellt.

Eröffnung am 26. März um 10.00 Uhr
Abschluss-Gottesdienst am 16. April um 10.00 Uhr

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Ostergarten Stuttgart

Begib dich auf die Spuren der Ostergeschichte. In der authentisch gestalteten Osterkulisse tauchst du mit allen Sinnen in die Ereignisse vor 2000 Jahren ein.

24. März bis 10. April 2023

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Christliches Waldbaden

An 8 Terminen von April bis Oktober

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Faszination Bienen

Lernen Sie bei einem Blick in die Schaubeute das komplexe und faszinierende Leben eines Bienenvolks kennen.

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50 Jahre Kirche im Grünen

Wir laden Sie herzlich ein!

16. Juli 2023 ·11.00 Uhr · Burg Hohenneuffen
Festakt mit Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl

Singleangebote

Spirituelles Waldbaden
Samstag, 15. April 2023

Märchenspaziergang - Geschichten vom Suchen und Finden
Sonntag, 18. Juni 2023

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Herzlich Willkommen

Unser Motto bei Kirche im Grünen lautet: „Natur erleben – Gott begegnen!“ Das Eintauchen in die Natur entspannt uns: Beim Wandern durch die Täler. Beim Baden in den tiefen Wäldern. Beim Hören auf das Summen der Bienen. Entdecken Sie die schönsten Gottesdienstorte.

Gottesdienste im Grünen verbinden den Glauben an Gott mit dem Aufenthalt in der Natur. Innerhalb der Schöpfung können wir uns selbst als Geschöpf begreifen: Dankbar sein für das, was Gott uns schenkt.

Markus Munzinger und Dagmar Loncaric
Referat Kirche im Grünen
der Evang. Landeskirche Württemberg

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Ausflugsziele

Demnächst

Ernst-Wilhelm Gohl
Eckart von Hirschhausen
Gerlinde Kretschmann
Christoph Sonntag

Liebe Natur-Liebende,

zu den schönsten Erinnerungen an meine Kindheit gehören die Urlaube auf dem Campingplatz. Zusammen mit meinen Eltern und Geschwistern haben wir gezeltet und dabei besonders morgens und abends immer wieder ganz besondere Naturerfahrungen gemacht: Das erste Licht, die letzten Sonnenstrahlen, der Ruf des Käuzchens oder eine Blindschleiche, die direkt vor meinen Füßen vorüberhuschte. Bis heute liebe ich dieses einfache Leben in der Natur. Vielen Menschen geht das so, dass sie bei einem Spaziergang, einer Wanderung oder beim Arbeiten im Garten in diese Welten ein- und abtauchen. Seit 50 Jahren bietet die Evangelische Landeskirche in Württemberg zahlreiche Gottesdienste im Grünen an und hat in den letzten Jahren ihr Angebot spürbar verbreitert: Da gibt es gemeinsame Wanderungen und Pilgertouren, ein Waldbad oder Lernwege des Gebets und der Spiritualität.

Woher kommt diese große Lust auf Naturerfahrungen? Sind sie das Gegenbild für eine technisierte Welt, in der sich der Mensch zunehmend entfremdet erlebt? Auch, wenn wir auf unsere Handys in der Natur nicht verzichten wollen, machen uns die alltäglichen Erfahrungen der Digitalisierung bewusst, wie wenig wir uns im Alltag mit unseren Mitgeschöpfen verbunden fühlen.

Kirche im Grünen macht Angebote des Innehaltens. Raus aus der Komfortzone unserer gewohnten Gottesdiensträume, raus aus dem Lärm und der Unruhe des Berufsalltags. Und dann die Erfahrung machen: „Die Natur fordert nichts und erwartet nichts von uns. Wir dürfen einfach da sein.“ (Uwe Habenicht). Dasein und plötzlich spüren, die Weite des äußeren Raums, der Blick bis zum Horizont oder zu einem Berggipfel verschafft mir auch aufs Neue innere Weite. Meine Seele kann atmen.

Ich wünsche Ihnen auch 2023 viele dieser beglückenden Naturerfahrungen mit Kirche im Grünen und grüße Sie herzlich

Ernst-Wilhelm Gohl
Landesbischof

Warum gibt es eigentlich so wenig Gottesdienste auf Autobahnbrücken? Es ist nicht nur die Geräuschkulisse, die für die Verkündigung hinderlich wäre, es fehlt vor allem das Gefühl von Erhabenheit, das uns die Natur schenken kann. Als Arzt weiß ich, dass Patienten, die aus dem Krankenbett ins Grüne schauen, schneller gesunden. Natur hat etwas Heilsames. Dies gilt es zu bewahren.

In Gottesdiensten im Freien spüren wir, was es heißt verbunden zu sein und dass „Wie im Himmel so auf Erden“ auch bedeutet, dass Dreck, den wir in den Himmel pusten auch wieder zu uns zurückkommt. Das ist der Treibhauseffekt. Ich mache mir große Sorgen um die menschengemachte Zerstörung unserer Lebensgrundlagen (...). In meinen Augen tragen gerade die Kirchen eine große Verantwortung, die wichtigen Themen wie Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung und Klimaschutz miteinander zu verknüpfen. Wir Christen folgen einer positive Vision einer Welt, die nicht auf Materielles alleine setzt. Wir haben ein weltumspannendes Netzwerk und vor allem: Der Kern des Christentums ist die Nächstenliebe – die schließt auch die nächsten Generationen mit ein! Die Übernächstenliebe sozusagen.

zur Seite der Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen

„Kirche im Grünen“, das bedeutet, dass wir den christlichen Glauben aus den Kirchengebäuden hinaus tragen in die Natur ganz Baden-Württembergs. Welt, Natur, Leben – also der Kosmos in seinem umfassenden Sinne – entspringen dem Willen Gottes.

Ich finde es daher sehr schön, dass wir die Schöpfung bei Freiluft-Gottesdiens-ten auch an vielleicht ab und an ungewöhnlichen Orten feiern: Auf dem Campingplatz, einem Waldspielplatz, einer Burgruine oder Höhle, dem Fahrrad, Schiff oder während einer Wanderung.

 

Gerlinde Kretschmann

Kirche im Grünen – was für eine herrliche Idee! „Im Grünen und in der Musik steckt der liebe Gott!“ hat meine Tante Paula immer gesagt. Aufgewachsen im Remstal in grundpietistischer, aber nicht so furchtbar dogmatischer Umgebung war der „liebe Gott“ für mich allgegenwärtig: Er hat die Geschicke der Menschheit gelenkt, er hat Gesetze gemacht, die man nicht alle einhalten konnte, er hat für das schlechte Gewissen gesorgt, wenn man eines seiner zahlreichen Gesetze übertreten hat. Er hat Vergebung angeboten – aber auch immer mit der Abrechnung nach dem Tod gedroht. Das war eine funktionierende Mischung aus Angst und Vertrauen, an die ich mich in der Summe trotzdem gerne erinnere. Mit dem Größerwerden, einem naturwissenschaftlichen Studium und der Beschäftigung mit Satire und Kabarett, die beide keine Grenzen kennen, sind Fragen zu diesem Gott aufgetaucht, die mich immer wieder zwischen gläubigem Christen und Agnostiker hin und her pendeln haben lassen. Ich denke gerne an Tante Paula zurück, an ihren unerschütterlichen Glauben, der ihr das Leben in jeder Hinsicht leicht gemacht hat. Unglücklicherweise war Tante Paula nicht der klügste und gebildetste Mensch, dem ich je begegnet bin. Menschen, deren Intellekt ich bewundere, zum Beispiel Steven Hawkings oder Yuval Harari, erklären eine Welt ohne Gott. Das tun sie sehr scharfsinnig und Tante Paula konnte dem gar nichts entgegensetzen – außer ihren Glauben. . . Das ist entweder das größte Geschenk, das ihr der liebe Gott gegeben hat oder es war eine gute, lebensertüchtigende Einbildung? Ich stelle mir immer die Frage, warum der liebe Gott, wenn es ihn gibt, sich so perfekt vor uns versteckt. Außer unseren Erlebnissen mit ihm, unseren Gefühlen, den Geschenken, die er uns gibt, tut er alles, damit die Wissenschaftler keinerlei Hinweis auf ihn finden. Was wäre so schlimm daran, wenn er sich jedem von uns einmal im Jahr zeigen würde? In einer Silvester-Ansprache? Jeder von uns schaut gen Himmel und der liebe Gott spricht jeden individuell an? Wenn er uns alle erschaffen hat, ist ihm auch das möglich. Warum tut er das nicht? Er könnte uns dabei ja jede Freiheit lassen und uns trotzdem Hinweise geben, wie wir besser leben. Er würde so ein für alle allemal diese schrecklichen Zweifel beseitigen? Weiß jemand von Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser dieses Vorworts, warum? Haben Sie eine Antwort darauf? Dann bitte her damit: christoph@sonntag.tv. Oder wir sprechen persönlich darüber an einem der Gottesdienste im Grünen, an dem ich bestimmt teilnehmen werde!

Liebe Leserinnen und Leser, diesen Text habe ich 2019 für die "Kirche im Grünen" verfasst. Kurz danach kamen die schlimmsten Monate meines Lebens; ich wurde aus niederen Beweggründen heraus mit falschen Vorwürfen durch die Presse gejagt und fast vernichtet dabei. Viele Leser haben mir geschrieben und mir bestätigt, dass und wieso Gott existiert. Dafür will ich mich von Herzen bedanken, jetzt habe ich auch wieder Zeit und einen freien Kopf; meine E-Mail-Adresse funktioniert noch, wer mir wieder schreibt, kriegt diesmal sogar eine Antwort! Denn ich habe in den schlimmsten Monaten meines Lebens auch die schönsten Momente erlebt - und die Antwort auf meine Fragen an Gott wurden mir in diesen Monaten eindrücklich beantwortet. Bleiben Sie alle gesund! Ihr Christoph Sonntag

zur Stiphtung Christoph Sonntag